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Amrum
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Amrum (Öömrang: Oomram, dĂ€nisch Amrum) ist eine Nordfriesische Insel. Sie liegt sĂŒdlich von Sylt und westlich von Föhr und gehört zum Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Mit einer FlĂ€che von 20,47 kmÂČ (ohne den 10 kmÂČ großen Kniepsand) ist sie nach Sylt, Föhr und Pellworm die viertgrĂ¶ĂŸte Insel dieser Inselgruppe. Amrum liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. In den drei Gemeinden Nebel (mit den Inseldörfern Steenodde und SĂŒddorf), Norddorf auf Amrum und WittdĂŒn auf Amrum leben etwa 2300 Einwohner. Die Kommunen gehören zum Amt Föhr-Amrum. Hauptwirtschaftszweig des Seebades Nebel sowie der SeeheilbĂ€der WittdĂŒn und Norddorf ist der Fremdenverkehr. 2023 wurden insgesamt 1,1 Millionen Übernachtungen registriert.cite-ref-1[1]

Contents

‱ Geographie
‱ Klima
‱ Biologie
‱ Flora
‱ Fauna
‱ Geschichte
‱ Politik
‱ Kultur
‱ Religion
‱ Tourismus
‱ Fischerei
‱ HĂ€fen
‱ Verkehr
‱ Medien
‱ Filme
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geographie

Lage und Umgebung

Amrum ist eine der Nordfriesischen Inseln. Mit einer FlĂ€che von 20,46 kmÂČ ist sie die zehntgrĂ¶ĂŸte Insel Deutschlands. Im Westen grenzt Amrum an den unmittelbar vorgelagerten Kniepsand, der in die offene Nordsee ĂŒbergeht. Im Osten grenzt Amrum an das Wattenmeer. Die östliche Nachbarinsel Föhr kann ĂŒber eine circa acht Kilometer lange Wattwanderung erreicht werden. Die WattflĂ€che zwischen den beiden Inseln wird zentral durch das Amrumtief durchschnitten, das nach SĂŒden in die Norderaue mĂŒndet. Von der nördlichen Nachbarinsel Sylt ist Amrum durch das Vortrapptief getrennt, von den Halligen im SĂŒden durch das RĂŒtergat.

Die fĂŒnf Orte der Insel liegen ĂŒberwiegend im Osten der Insel – von Nord nach SĂŒd – Norddorf, Nebel, SĂŒddorf, Steenodde und WittdĂŒn.

Geologie und Hydrologie

Amrum gehört neben Sylt und Föhr zu den drei nordfriesischen Geestkerninseln. Der Geestkern von Amrum ist etwa 6 km lang und ungefĂ€hr 2,5 km breit. Er wird begrenzt durch die Linie Leuchtturm-Steenodde, das Wattufer von Steenodde bis Norddorf und die westliche DĂŒnenkantecite-ref-2[2] und wird von einer flach gewölbten, saalekaltzeitlichen MorĂ€ne gebildet, die vor etwa 125.000 Jahren entstand. Im Norden und SĂŒden dieses Geestkerns entstanden Sandakkumulationen und im mittleren Teil der Kniepsand, dessen FlĂ€che rund 10 kmÂČ betrĂ€gt. Der Sandflug hat seit dem 13./14. Jahrhundert zur Bildung von 9 kmÂČ DĂŒnen gefĂŒhrt, die zum Teil bewachsen sind.cite-ref-3[3] Höchste Erhebung ist die DĂŒne A Siatler (deutsch: SetzerdĂŒne) mit 32 Metern ĂŒber NHN. Sie liegt sĂŒdwestlich von Norddorf und ist mit einer Plattform als AussichtsdĂŒne ausgebaut.

Nördlich von Norddorf liegt die etwa 0,5 kmÂČ große Norddorfer Marsch. Zwischen Steenodde und WittdĂŒn befindet sich ein weiteres kleineres Marschgebiet. Beide Gebiete werden durch Deiche vor Überflutungen geschĂŒtzt. Bei Niedrigwasser kann man die Nachbarinsel Föhr durch eine Wattwanderung erreichen.

Auf dem GeestrĂŒcken liegen Wald- und Heidegebiete, die im Wesentlichen einen Streifen in Nord-SĂŒd-Richtung bilden. Westlich davon befindet sich ĂŒber die gesamte LĂ€nge der Insel ein DĂŒnengebiet. Die maximale Breite dieses Gebietes betrĂ€gt ĂŒber einen Kilometer, die LĂ€nge etwa zwölf Kilometer. Insgesamt nimmt es etwa 700 Hektar ein. Dort finden sich PrimĂ€r-, Weiß- und GraudĂŒnen. Mehrere frĂŒhere WanderdĂŒnen wurden bepflanzt. Aufgrund ausgedehnter Schutzgebiete sind die Amrumer DĂŒnen die einzigen der WestkĂŒste, die von Möwen und Enten zum BrĂŒten genutzt werden.cite-ref-neuhaus-4-0[4] Nach Norden hin lĂ€uft das DĂŒnengebiet zur Odde aus.

Westlich des DĂŒnengĂŒrtels schließt sich auf ganzer LĂ€nge der Kniepsand an. Er stellt einen der breitesten SandstrĂ€nde Europas dar. Er ist weder geologisch Teil der Inselcite-ref-5[5] noch gehört er mit seiner FlĂ€che zu den Inselgemeinden, da er verwaltungstechnisch als Meeresgebiet gilt. Er ist ein Hochsand, dessen Nordteil noch bis Mitte der 1960er Jahre von Amrum durch einen Priel getrennt war und langfristig um die Nordspitze der Insel herumwandert.

Amrum liegt auf einer SĂŒĂŸwasserlinse, aus der es sein Trinkwasser bezieht.cite-ref-6[6]

Gebiet und FlÀchennutzung

Die Insel Amrum umfasst eine FlĂ€che von rund 20 Quadratkilometern (ohne den 10 Quadratkilometer großen Kniepsand). Die Geest nimmt davon mit rund 11 Quadratkilometern den grĂ¶ĂŸten Teil ein. Auf den GeestflĂ€chen östlich des Waldes auf Amrum sowie in den beiden Marschgebieten wird extensive Land- und Viehwirtschaft betrieben. Es handelt sich grĂ¶ĂŸtenteils um Weiden, auf denen unter anderem Angus- sowie Hereford-Rinder gehalten werden. Gewerbegebiete gibt es in Nebel und Norddorf.

| | Nebel | Norddorf auf Amrum | WittdĂŒn auf Amrum | Gesamt [ 7 ] |
|---|---|---|---|---|
| Siedlungs- und VerkehrsflÀche | 157 | 0 63 | 0 56 | 276 |
| GebÀude und FreiflÀche insgesamt in ha | 107 | 0 39 | 0 30 | 176 |
| davon Wohnen | 0 87 | 0 29 | 0 23 | 139 |
| davon Gewerbe/Industrie | 00 5 | 00 1 | 00 1 | 00 7 |
| BetriebsflÀche (ohne Abbauland) | 00 2 | 00 1 | 00 1 | 00 4 |
| ErholungsflÀche insgesamt in ha | 00 8 | 00 4 | 00 8 | 0 20 |
| davon GrĂŒnanlage | 00 2 | 00 1 | 00 7 | 0 10 |
| FriedhofsflĂ€che | 00 1 | 0 – | 0 – | 00 1 |
| VerkehrsflÀche | 0 39 | 0 18 | 0 17 | 0 74 |
| davon Straße, Weg, Platz | 0 39 | 0 18 | 0 11 | 0 68 |
| LandwirtschaftsflÀche insgesamt | 454 | 131 | 0 19 | 604 |
| davon Moor | – | – | 0 – | – |
| davon Heide | 0 47 | 00 9 | 00 9 | 0 65 |
| WaldflÀche | 150 | 0 25 | 00 9 | 184 |
| WasserflÀche | 00 4 | 00 8 | 00 7 | 0 19 |
| Abbauland | 0 – | 0 – | 0 – | 0 – |
| FlÀchen anderer Nutzung (ohne FriedhofsflÀche) | 431 | 364 | 169 | 964 |
| davon Unland | 427 | 364 | 169 | 960 |
| GesamtflÀche | 1196 0 | 590 | 260 | 2046 0 |

Maßnahmen fĂŒr den Insel- und KĂŒstenschutz

Amrum liegt sehr lagestabil in der See. In der KĂŒstenentwicklung gab es in der Vergangenheit keine großen Verluste.cite-ref-8[8] Reste von steinzeitlichen FindlingsgrĂ€bern in der flachen Nordsee nordwestlich von Amrum weisen darauf hin, dass der Geestkern einmal grĂ¶ĂŸer war und durch das Meer abgetragen wurde. Dennoch wurde der KĂŒstenerosion vor WittdĂŒn mit dem Bau von LĂ€ngs- und Querwerken entgegengewirkt. Die WittdĂŒner Marsch und die Norddorfer Marsch werden durch Überlaufdeiche vor Überflutung von Osten her – in eingeschrĂ€nktem Maße – geschĂŒtzt. Zum Schutz der Überflutung der Norddorfer Marsch von Westen her wurden an der Seeseite in entstandenen DĂŒnenlĂŒcken Deiche errichtet, die zurzeit vollstĂ€ndig ĂŒbersandet sind. An der Wattseite vor Norddorf und Nebel gibt es Lahnungsfelder. Im Ă€ußersten Nordosten der Insel liegt die Amrum-Odde, die von der Entwicklung des Kniepsandes noch nicht profitiert hat. Dort sind die RanddĂŒnen zum Teil so schmal, dass vereinzelt DĂŒnendurchbrĂŒche bei schweren Sturmfluten möglich sind.cite-ref-9[9]

Verwaltungsgliederung

Insel und Kirchspiel Amrum waren bis zum Deutsch-DĂ€nischen Krieg 1864 (zusammen mit Westerland-Föhr) Teil der Westerharde, die als dĂ€nische Verwaltungseinheit innerhalb der Königlichen Enklaven an der schleswigschen NordseekĂŒste fungierte. In der preußischen Zeit kam die Insel zum Kreis Tondern (ab 1920: Kreis SĂŒdtondern). Durch die Kreisgebietsreform von 1970 wurde der grĂ¶ĂŸte Teil des Kreises SĂŒdtondern mit den Kreisen Eiderstedt und Husum am 26. April 1970 zum neuen Kreis Nordfriesland zusammengelegt, dem Amrum seither angehört.

Am 27. Juni 1871 schlossen sich alle Ortschaften auf der Insel zur Landgemeinde Amrum zusammen. 1889 wurde daraus der Amtsbezirk Amrum gebildet. Nach Ausgliederung von WittdĂŒn (13. Oktober 1912) und Norddorf (25. Juli 1925) benannte sich der Rest der Landgemeinde am 23. Februar 1926 in Nebel um. Diese drei Kommunen mit insgesamt etwa 2300 Einwohnern bestehen bis heute.cite-ref-10[10]

1948 wurde der Amtsbezirk aufgelöst und die drei Gemeinden bildeten fortan das Amt Amrum, das 1970 mit dem ĂŒberwiegenden Teil des Kreises SĂŒdtondern zum Kreis Nordfriesland kam.

Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform haben sich die Gemeinden des Amtes Amrum mit den Gemeinden der Insel Föhr zum 1. Januar 2007 zum Amt Föhr-Amrum zusammengeschlossen, dessen Verwaltungssitz in Wyk ist. In der ehemaligen Amtsverwaltung in Nebel befindet sich nun eine Außenstelle der Verwaltung.

Der nördlichste Ort der Insel ist das Nordseeheilbad Norddorf. Es wurde zusammen mit SĂŒddorf als erstes Dorf der Insel urkundlich erwĂ€hnt.

Nebel, an der Wattseite gelegen, ist heute der grĂ¶ĂŸte Ort der Insel. Er wurde in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts als drittes Inseldorf nach Norddorf und SĂŒddorf gegrĂŒndet. Der Ortsname leitet sich vermutlich von den Worten nei und bel ab, wobei ersteres „neu“ bedeutet und letzteres auf dem altdĂ€nischen Begriff boli (Siedlung) beruht (vergleiche NiebĂŒll, Nieblum). Die ersten HĂ€user dieser neuen Siedlung gruppierten sich um die zuvor fĂŒr zwei Jahrhunderte zwischen Norddorf und SĂŒddorf auf freiem Feld stehende St.-Clemens-Kirche. Der westliche Teil von Nebel wird Westerheide genannt. SĂŒddorf gehört zu den Ă€ltesten Dörfern Amrums und ist heute ein Ortsteil von Nebel. Hier steht der markante Amrumer Leuchtturm einige hundert Meter westlich des Ortes WittdĂŒn. Steenodde, ebenfalls ein Ortsteil von Nebel und an der Wattseite gelegen, war ĂŒber lange Jahre der einzige Hafenort der Insel, bis ihn WittdĂŒn als wichtigster FĂ€hrhafen ablöste. GroßdĂŒn ist eine kleine Siedlung nördlich des Leuchtturms.

Das Nordseeheilbad WittdĂŒn liegt an der SĂŒdspitze der Insel und ist am deutlichsten vom Tourismus geprĂ€gt.

Klima

Amrum hat Seeklima. Die Insel liegt im atlantischen Klimakeil und ist durch eine relative Luftfeuchtigkeit im Mittel von 84 % und eine mittlere Jahrestemperatur von gut 8,5 °C geprĂ€gt.cite-ref-bauernblatt-11-0[11] Die Durchschnittstemperaturen betragen im August zwischen 14 und 19 °C, im Januar und Februar zwischen −1 und 3 °C. Pro Tag scheint die Sonne im Mittel 4,7 Stunden; monatlich gibt es durchschnittlich elf Regentage.cite-ref-12[12] Die gemittelte Niederschlagsmenge liegt zwischen 800 und 850 Millimetern.cite-ref-13[13] Von 1961 bis 2000 wurden an der Beobachtungsstation am Amrumer Schmaltief 15 Winter mit Eisaufkommen registriert. Die HĂ€ufigkeit von Eisbildung liegt damit bei 37 Prozent. Die lĂ€ngste Dauer eines Eiswinters war 72 Tage, der Durchschnitt sind 33 Tage.cite-ref-14[14]

Auf Amrum herrscht aufgrund der salzhaltigen Luft und des relativ starken Windes Reizklima.cite-ref-15[15]

Der Klimaklassifikation von Wladimir Köppen zufolge gilt fĂŒr Amrum die Einteilung Cfb.cite-ref-16[16] Diese Einteilung nach Klimazone (C), Klimatyp (Cf) und Klimauntertyp (b) gibt fĂŒr Amrum durch die vorherrschende zyklonale Westwindwetterlage ein warm- und feucht-gemĂ€ĂŸigtes Klima mit warmen Sommern an.

Schutzgebiete

Auf Amrum gibt es vier Schutzgebiete und den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (Amrumer Teil), die der Verein Öömrang Ferian im Auftrag des Landesamtes fĂŒr Natur- und Umweltschutz und des Landesamtes fĂŒr den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer betreut. Das Naturschutzgebiet Amrumer DĂŒnen liegt im Westen der Insel. Es wurde 1971 ausgewiesen, umfasst fast alle DĂŒnengebiete der Insel und gehört zu allen drei Inselgemeinden. Die Amrumer Odde bildet den nördlichsten Teil der Insel und liegt nordöstlich der Ortschaft Norddorf auf Amrum. Das Gebiet wurde 1936 als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet Amrumer OstkĂŒste erstreckt sich entlang der Uferlinie an der Wattseite der Insel.

Das Landschaftsschutzgebiet Amrum (LSG) umfasst die gesamte Insel Amrum ohne die Siedlungsbereiche und ohne die Naturschutzgebiete, rund 60 Prozent der InselflĂ€che. Die KĂŒstengewĂ€sser und WattflĂ€chen um die Insel herum bilden den Amrumer Teil des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, den der Öömrang Ferian gemeinsam mit dem Verein Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer betreut.

Biologie

Die Pflanzen- und Tierwelt der Insel Amrum ist durch die NĂ€he zum Meer, aber auch durch teils extreme Bedingungen mit hohem Schutzwert gekennzeichnet, die zur Ausbildung von seltenen, ökologisch sehr wertvollen Pflanzen- und Tiergesellschaften gefĂŒhrt haben. Dem wurde durch die Einrichtung von zwei Naturschutzgebieten (Amrumer DĂŒnen und Amrum-Odde) sowie die Lage am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und am Naturschutzgebiet Nordfriesisches Wattenmeer Rechnung getragen. Außerdem ist ein großer Teil Amrums als Landschaftsschutzgebiet Amrum ausgewiesen.

Flora

Die Amrumer Flora wird durch die Lage am Meer und die unterschiedlichen, meist nĂ€hrstoffarmen Landschaften der Insel bestimmt. Auf Teilen des Kniepsands und im breiten DĂŒnengĂŒrtel wachsen DĂŒnengrĂ€ser wie der Strandhafer, sowie Strandwermut und zahlreiche andere Sand liebende Pflanzen wie die Bergsandglöckchen, die im Sommer in geschĂŒtzten DĂŒnenlagen blĂŒhen. Auch einige vom Seewind gekrĂŒmmte, kleinwĂŒchsige Kiefern sowie Kriechweiden sind in geschĂŒtzten Lagen anzutreffen. Bis in die 1950er-Jahre fand man dort auch die seltene Stranddistel. Seit einiger Zeit wird die Art im Zuge eines Wiederansiedlungsprojektes erneut auf der Insel angepflanzt.cite-ref-19[19]

Östlich davon liegen Heidegebiete, gemischt mit Nadel- oder Mischwald. Im August kommt es zur großflĂ€chigen BlĂŒte der Besenheide, Calluna vulgaris. Hier, wie auch in manchen DĂŒnentĂ€lern, finden sich kleine Sumpfgebiete, in denen man zum Beispiel den RundblĂ€ttrigen Sonnentau findet. Vorkommen des Lungenenzians, Gentiana pneumonanthe, sind in den 1990er Jahren erloschen.

Der Amrumer Wald wurde ab 1948 auf HeideflĂ€chen angelegt. Bis dahin gab es nur einige kleinere Anpflanzungen um die Vogelkojen. Mit 180 Hektar Wald hat Amrum den grĂ¶ĂŸten Waldanteil aller Nordseeinseln. Der Waldanteil liegt mit etwa 9,3 % nahe dem Landesdurchschnitt Schleswig-Holsteins, aber deutlich ĂŒber dem Anteil der WestkĂŒstenkreise.cite-ref-bauernblatt-11-1[11] Man findet hier vor allem Kiefern, Fichten und Birken. Den kĂŒnstlichen Charakter nach der Aufforstung hat der Wald inzwischen weitgehend verloren. Seit dem Jahr 2001 finden zudem jĂ€hrlich drei bis vier Arbeitswochen mit Freiwilligen des Bergwaldprojekts statt, die den Waldumbau hin zu einer standortsgerechten Bestockung durch Neuanpflanzungen von Laubbaumarten betreiben. Auch finden sich zahlreiche Pflanzen auf allen Ebenen, auch viele Pilzarten. Auf den GeestflĂ€chen östlich des Waldes wird meist extensive Landwirtschaft betrieben. Auf den Magerrasen der dortigen Wiesen wachsen zahlreiche Pflanzenarten wie RundblĂ€ttrige Glockenblume, Grasnelke, KarthĂ€usernelke und verschiedene HabichtskrĂ€uter.

In den kleinen Marschgebieten fallen vor allem einige SauergrĂ€ser und die Kuckuckslichtnelke auf. Hier ist der Boden am fruchtbarsten. Die Böden der Amrumer GĂ€rten sind eher nĂ€hrstoffarm und lassen ohne spezielle DĂŒngung nur bestimmte Gartenpflanzen wie Stockrosen gut gedeihen.

Auf den Salzwiesen am Ostrand der Insel findet man Ă€hnliche Gesellschaften wie auf dem Kniepsand. Der Strandflieder und die Strandaster blĂŒhen dort oft in großer Zahl. Auch die Pionierpflanze Queller sowie das Andelgras sind hĂ€ufig.

Fauna

Die Amrumer Fauna wird wie die Flora durch die Insellage in der Nordsee bestimmt. So gibt es auf der Insel nur kleine wildlebende SĂ€ugetiere wie Hasen, MĂ€use, Igel und FledermĂ€use. Im 12. Jahrhundert wurden auf Amrum Wildkaninchen als Jagdwild eingefĂŒhrt. Sie bevölkern auch heute noch die Insel. Eine trĂ€chtige FĂŒchsin wurde um 2000 auf der Insel ausgesetzt. Sie und ihre Nachkommen richteten großen Schaden in der Tierwelt an, wurden aber seither erlegt. Im Meer und auf den Amrum vorgelagerten SandbĂ€nken, also im Bereich des Nationalparkes, leben Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale.

Im Januar und Dezember werden vereinzelt nach Sturmfluten junge Kegelrobben von dem der Insel im Westen vorgelagerten Jungnamensand an den Amrumer Strand getrieben und von Weibchen versorgt.

Die Vogelwelt ist besonders reichhaltig. Amrum gehört zu den wichtigsten Brutgebieten fĂŒr Seevögel in Deutschland. So ist es das Hauptbrutgebiet der Eiderente, aber auch Austernfischer, BrandgĂ€nse, KĂŒstenseeschwalben, Möwen wie Silbermöwe, Sturmmöwe und Heringsmöwe und viele andere Arten brĂŒten am Strand, in den DĂŒnen oder am Wattenmeer. Dazu kommen zur Zeit des Vogelzugs riesige SchwĂ€rme von Vögeln wie Knutt, Ringelgans oder Sanderling, die an der KĂŒste genĂŒgend Nahrung finden. Außerdem finden sich auf Amrum, vor allem im Osten der Insel, zahlreiche Singvogelarten. Fasane wurden ebenfalls als Jagdwild eingefĂŒhrt und sind hĂ€ufig anzutreffen.

Waldeidechsen sowie Amphibien wie Moorfrosch, Kreuzkröte und Teichmolch sind weitere Vertreter der landlebenden Wirbeltiere.

Amrum ist ebenfalls reich an Insekten- und Spinnenarten. Besonders fallen Schmetterlinge – nicht nur Tagfalter – auf.

Im Meer um Amrum herum finden sich zahlreiche nordsee- und wattenmeertypische Fischarten wie Scholle und Atlantischer Hering. Die Zahl der ĂŒbrigen Meerestiere und ihre Vielfalt ist ebenfalls immens – stellvertretend seien der Einsiedlerkrebs, die Wellhornschnecke und der Pierwurm genannt. Kommerziell verwertet werden vor allem Sandgarnelen, die fĂ€lschlicherweise als „Krabben“ in den Handel kommen, sowie Miesmuscheln, die in großer Zahl durch Muschelkutter von den SandbĂ€nken „geerntet“ werden.

Siehe auch

:

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Geschichte

Bedeutung des Inselnamens

Die Wortbedeutung des Inselnamens leitet sich möglicherweise von „Am Rem“ ab, das soviel bedeutet wie sandiger Rand. Dies bezieht sich morphologisch auf den der Insel Amrum im Westen vorgelagerten Kniepsand.cite-ref-20[20] Eine andere Theorie geht davon aus, dass die Insel ihren Namen von den einst hier siedelnden Ambronen hat.cite-ref-21[21] 1231 wird die Insel als „Ambrum“ im sogenannten Erdbuch Waldemars II. erstmals urkundlich erwĂ€hnt.cite-ref-22[22] Dort ist erstmals auch die Anwesenheit von Kaninchen auf der Insel belegt.

Vor- und FrĂŒhgeschichte

Die Ă€ltesten Besiedlungsspuren sind GroßsteingrĂ€ber wie das HĂŒnenbett von Nebel. Sie stammen aus der Jungsteinzeit. Aus der Bronze- und Eisenzeit sind zahlreiche GrabhĂŒgel vorhanden, etwa der Esenhugh bei Steenodde.

Im DĂŒnengebiet westlich der Vogelkoje Meeram befinden sich Reste eines eisenzeitlichen Dorfes. Dort steht der Nachbau eines eisenzeitlichen Hauses.

Ob die Ambronen, die gemeinsam mit Kimbern und Teutonen um 100 v. Chr. Rom bedrohten, aus der Gegend der damals noch mit dem Festland verbundenen Insel stammten, ist umstritten.

Relikte aus der Wikingerzeit wie Wohn- und FeuerstĂ€tten wurden an mehreren Stellen der Insel freigelegt. Eine Turmburg aus dieser Zeit wird auf dem östlich von Norddorf gelegenen HĂŒgel Borag (deutsch: „Burg“) vermutet. Der KrĂŒmwal, ein etwa eineinhalb Kilometer langer Erdwall zwischen Nebel und Steenodde, stammt vermutlich ebenfalls aus dieser Zeit.cite-ref-23[23]

Mittelalter und Neuzeit bis etwa 1890

Im frĂŒhen Mittelalter wurde die Insel von den Friesen besiedelt, es gab jedoch auch einen gewissen nordischen Bevölkerungsanteil.cite-ref-24[24] Im Mittelalter gehörte Amrum zu den so genannten Uthlanden, die erst allmĂ€hlich unter die Herrschaft des dĂ€nischen Königs bzw. Schleswiger Herzogs kamen. Das Erdbuch des dĂ€nischen Königs Waldemar aus dem Jahr 1231 nennt die zwei Föhrer Harden FÞÞr voestĂŠ (Westerharde) mit Ambrum sowie FÞÞr ĂžstĂŠr (Osterland Föhr),cite-ref-25[25] wobei Amrum zur Westerharde gehörte. Amrum wird im Erdbuch als ambrum, hus, ha, co. aufgefĂŒhrt,cite-ref-26[26] es gab dort demnach HĂ€user, Hasen und Kaninchen. Nach den Konflikten um das Herzogtum Schleswig zwischen den dĂ€nischen Königen und den Grafen von Schauenburg und Holstein waren die Westerharde und Listland Enklaven des dĂ€nischen Königreichs und gehörten – anders als die ĂŒbrigen Nachbargebiete – nicht zum Herzogtum Schleswig. Dieser Zustand hielt bis 1864 an, unterbrochen 1460 bis 1484 durch die VerpfĂ€ndung der Harde an den Schleswiger Bischof Nikolaus IV.cite-ref-27[27] und 1661 bis 1677cite-ref-quedens65-28-0[28] oder 1683cite-ref-29[29] durch den Verkauf der Harde an Graf Hans von Schack.

Amrum wurde von mehreren RatsmĂ€nnern in der Harde vertreten. Sie wurden 1697 durch „GangfersmĂ€nner“ ersetzt, die unter anderem die Steuern eintrieben. Zugleich wurde die Harde zur Birk umgewandelt, die von einem Birkvogt gefĂŒhrt wurde, der auf Föhr lebte. Die Staatsmacht war meist nur mit wenigen Personen oder gar nicht in der Harde vertreten, so dass die Bewohner bis auf die Steuerzahlungen unabhĂ€ngig blieben. Sie hatten zusĂ€tzliche Privilegien; so brauchten sie etwa ab 1735 „auf ewige Zeiten“ keinen MilitĂ€rdienst zu leisten.cite-ref-quedens65-28-1[28]

Neben der Salzsiederei, der Landwirtschaft und dem Fischfang gehörte die Seefahrt zu den Haupterwerbszweigen. Amrumer Seeleute, darunter viele KapitĂ€ne, waren besonders zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert im Walfang und der Handelsschifffahrt tĂ€tig. Der Amrumer Seefahrer Hark Olufs, der 1724 in die algerische Sklaverei geraten war, stieg dort zum General auf, ehe er 1736 auf die Insel zurĂŒckkehrte.

Im 18. und 19. Jahrhundert war das Bergen gestrandeter Schiffe eine wichtige Einnahmequelle der Insel. Erst mit dem Bau von LeuchttĂŒrmen ab 1875 und der Anwendung modernerer Navigationstechniken nahm die Zahl der Strandungen auf der Amrumer Westseite stark ab.cite-ref-30[30]

1810 fand auf Amrum ein ScharmĂŒtzel im Dritten Koalitionskrieg um eine Schiffsladung Kaffee statt, der „Amrumer Kaffeekrieg“. Dabei wurde ein englisches Kommando besiegt und der dĂ€nischen Verwaltung ĂŒbergeben.

Nach dem Krieg von 1864 wurde Amrum, wie ganz Schleswig, von Österreich und Preußen gemeinsam regiert. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 fiel Amrum an Preußen und wurde 1867 Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. ZunĂ€chst bildete die Insel eine einheitliche Gemeinde im Kreis Tondern.

Insbesondere nach 1864 wanderte mehr als ein Viertel der Amrumer Bevölkerung aus, zum ĂŒberwiegenden Teil in die USA.cite-ref-31[31] Heute leben dort mehr Amrum-StĂ€mmige als auf der Insel selbst. Die Verbindungen zwischen Amrum und den USA werden heute noch gut gepflegt.

Seit Beginn des Badebetriebs

Am Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Fremdenverkehr raschen Aufschwung und verĂ€nderte die wirtschaftliche Struktur auf der Insel nachhaltig. Am 1. September 1885 richtete der Architekt Ludolf Schulze aus Waldhausen bei Hannover ein Gesuch an die Gemeindevertreter der Insel mit der Bitte um die Badekonzession fĂŒr den Aufbau eines Badeortes an der SĂŒdspitze WittdĂŒn. Das Gesuch wurde zwar abgelehnt, aber die Idee eines Seebades war geboren. So ergriffen der Amrumer Volkert Quedens und der HelgolĂ€nder Paul Jansen Köhn die Initiative und errichteten ab 1889 die ersten Hotels. 1891 kam Heinrich Andresen auf die Insel. Er grĂŒndete eine Aktiengesellschaft, kaufte Quedens und Köhn die Hotels und Konzession ab und erbaute ein großes „Kurhaus“ an der SĂŒdspitze von WittdĂŒn und den „Kaiserhof“, die bereits 1892 eröffnet werden konnten. Anders als in vielen anderen SeebĂ€dern konnten auch grĂ¶ĂŸere Schiffe anlegen. Ab 1893 verkehrte die Amrumer Inselbahn.

Im Angesicht eines „Verderbs der guten hiesigen Sitten“, den er in WittdĂŒn festzustellen glaubte, rief der damalige Inselpastor Wilhelm Tamsen den durch seine sozialen Werke im Deutschen Reich bekannten Pastor Friedrich von Bodelschwingh nach Norddorf, „um der weltlichen Badekonkurrenz zu wehren und ein Hospiz fĂŒr stille GĂ€ste zu erbauen“.cite-ref-32[32] Bodelschwingh erhielt 1890 eine Genehmigung fĂŒr den Bau einer Anlage, die schließlich aus mehreren Seehospizen bestand. Betrieben wurden sie von der Diakonissenanstalt Sarepta. WĂ€hrend Bodelschwingh ein christlich geprĂ€gtes Seebad anstrebte, gab es auch weltliche Bestrebungen in Norddorf, in den Erholungsbetrieb einzusteigen, darunter durch den Hotelier Heinrich HĂŒttmann.cite-ref-33[33]

Am 13. Oktober 1912 wurde aus dem sĂŒdlichen Teil der Insel die Gemeinde WittdĂŒn, am 25. Juli 1925 aus dem nördlichen Teil die Gemeinde Norddorf gebildet. Die Restgemeinde benannte sich am 23. Februar 1926 in Nebel um.cite-ref-34[34]

Bei der Volksabstimmung 1920 ĂŒber die staatliche Zugehörigkeit Schleswigs ergab sich eine klare Mehrheit fĂŒr Deutschland, wĂ€hrend ein großer Teil des Kreises Tondern zu DĂ€nemark kam. Konkret stimmten 483 Amrumer (bzw. 85,64 %) fĂŒr Deutschland und 81 (bzw. 14,36 %) fĂŒr DĂ€nemark.cite-ref-35[35]

Ab den 1950er Jahren kam es zu einer umfangreichen BautĂ€tigkeit, besonders im Westen Nebels und SĂŒddorfs. In der Sturmflut 1962 brachen die Deiche bei Norddorf und Steenodde, so dass beide Amrumer Marschgebiete ĂŒberflutet wurden.cite-ref-36[36] Als Teil der touristischen Infrastruktur wurden zwei MeerwasserschwimmbĂ€der errichtet und die hölzerne AnlegebrĂŒcke in WittdĂŒn durch eine große Hafenanlage aus Beton ersetzt. Viele der Hotels und Seehospize aus der GrĂŒnderzeit wurden abgerissen. 1998 lief der brennende Holzfrachter Pallas vor der Insel auf Grund und sorgte damit fĂŒr eine schwere Ölverschmutzung.

Einwohnerentwicklung

Aufzeichnungen zur Zahl der Bewohner von Amrum liegen erst aus dem 18. Jahrhundert vor. Das Ă€lteste Anwohnerverzeichnis der Insel Amrum legte Pastor Wedel im Jahre 1716 an.cite-ref-rheinheimer-37-0[37] Die fĂŒr das Jahr 1796 ĂŒberlieferte Zahl von 606 Einwohnern dĂŒrfte auch den Bevölkerungsstand in den frĂŒheren Jahrhunderten widerspiegeln, da fĂŒr eine Bevölkerungsdichte von etwa 30 Einwohnern pro km2 die wirtschaftliche Grundlage von Landwirtschaft und Fischfang ausreichend ist.cite-ref-remde-38-0[38]

| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1716 | 0 552 [ 37 ] |
| 1796 | 0 606 [ 39 ] |
| 1801 | 0 533 [ 38 ] |
| 1834 | 0 580 [ 38 ] |
| 1840 | 0 585 [ 38 ] |
| 1845 | 0 626 [ 38 ] |
| 1860 | 0 660 [ 39 ] |
| 1867 | 0 522 [ 38 ] |
| 1871 | 0 571 [ 38 ] |
| 1880 | 0 667 [ 38 ] |
| 1890 | 0 980 [ 38 ] |
| 1900 | 0 923 [ 38 ] |
| 1905 | 1004 [ 38 ] |
| 1910 | 0 972 [ 38 ] |
| 1925 | 1928 [ 38 ] |
| 1933 | 1169 [ 38 ] |
| 1939 | 1225 [ 38 ] |
| 1950 | 1975 [ 38 ] |
| 1956 | 1753 [ 38 ] |
| 1957 | 1857 [ 38 ] |
| 1961 | 1778 [ 40 ] |
| 1970 | 1962 [ 40 ] |
| 1979 | 2431 [ 40 ] |
| 2013 | 2247 [00] |

Politik

In den drei Gemeinden dominieren die jeweiligen WĂ€hlergemeinschaften Nebeler BĂŒrgerblock (NBB), WĂ€hlergemeinschaft Norddorf (WGN) sowie WittdĂŒner WĂ€hlergemeinschaft (WWG) die GemeinderĂ€te. Auf Landtags-, Bundestags- und Europawahlebene ist die Insel eine Hochburg der CDU.cite-ref-41[41]

BĂŒrgermeister

| Nebel | Norddorf | WittdĂŒn |
|---|---|---|
| Cornelius Bendixen | Christoff Decker | Heiko MĂŒller |
| CDU | WGN | WWG |

GemeinderÀte 2023

| Sitze im Gemeinderat von: | Norddorf [ 42 ] | Nebel [ 43 ] | WittdĂŒn [ 44 ] |
|---|---|---|---|
| CDU | – | 3 | – |
| WĂ€hlergemeinschaft Norddorf (WGN) | 9 | – | – |
| Nebeler BĂŒrgerblock (NBB) | – | 5 | – |
| WittdĂŒner WĂ€hlergemeinschaft (WWG) | – | – | 11 |
| SPD | – | 3 | – |

Vertreter in Kreis-, Land- und Bundestag

Im Kreistag des Kreises Nordfriesland ist Amrum durch die beiden Abgeordneten Martin Drewscite-ref-45[45] (CDU) und JĂŒrgen Jungclauscite-ref-46[46] (WG-NF) vertreten. Drews konnte bei der Nachwahl zur Kommunalwahl im Mai 2023 in Norddorf und Nebel die meisten Stimmen auf sich vereinen, wĂ€hrend Jungclaus, der bereits ein Listenmandat sicher hatte, in WittdĂŒn vorn lag.cite-ref-47[47]

Amrum gehört zum Landtagswahlkreis Nordfriesland-Nord, der aus den amtsfreien Gemeinden Reußenköge und Sylt sowie den Ämtern Föhr-Amrum, Landschaft Sylt, Mittleres Nordfriesland und SĂŒdtpondern besteht.cite-ref-48[48] Im Schleswig-Holsteinischen Landtag (Wahlperiode ab 2022) ist der Wahlkreis durch zwei neue Abgeordnete, den direkt gewĂ€hlten Manfred Uekermann von der CDUcite-ref-49[49] sowie Sybilla Nitsch vom SSW,cite-ref-50[50] vertreten.

Die Gemeinden der Insel zĂ€hlen zum Bundestagswahlkreis Nordfriesland – Dithmarschen Nord. Dieser umfasst den Kreis Nordfriesland und vom Kreis Dithmarschen die Stadt Heide sowie die Ämter BĂŒsum-Wesselburen, Kirchspielslandgemeinden Eider und Kirchspielslandgemeinde Heider Umland. Bei der Bundestagswahl 2021 wurde die Christdemokratin Astrid Damerow wie bereits 2017 direkt gewĂ€hlt.cite-ref-51[51]

SehenswĂŒrdigkeiten und Kultur

SehenswĂŒrdigkeiten

Amrum gilt als die landschaftlich vielseitigste der Nordfriesischen Inseln.cite-ref-52[52] In den drei Gemeinden der Insel stehen insgesamt zwölf Bauwerke unter Denkmalschutz. Der Bestand an historischen HĂ€usern ist jedoch weit grĂ¶ĂŸer. DarĂŒber hinaus gibt es ĂŒber die ganze Insel verteilt zahlreiche GrĂ€ber oder Steinsetzungen aus der Steinzeit sowie HĂŒgelgrĂ€ber aus der Bronze- und der Wikingerzeit.

Die Insel gehört mit rund 180 ha WaldflĂ€che zu den baumreichsten Nordseeinseln.cite-ref-bauernblatt-11-2[11] Der 15 km lange und bis zu 1,5 km breite Kniepsand gilt als einer der grĂ¶ĂŸten zusammenhĂ€ngenden BadestrĂ€nde Europas.cite-ref-53[53] Ein großer Teil der Insel ist mit Heide bedeckt. Besonders zwischen Nebel und Norddorf erstrecken sich weite FlĂ€chen. Durch die weitlĂ€ufige DĂŒnenlandschaft fĂŒhren zahlreiche Bohlenwege.

Seezeichen

Auf Amrum gab es bis 2016 vier Leuchtfeuer. Der Amrumer Leuchtturm ist der grĂ¶ĂŸte an der deutschen NordseekĂŒste und gilt als ein Wahrzeichen der Insel Amrum. Das Bauwerk ist 41,8 Meter hoch und steht zusĂ€tzlich auf einer 25 Meter hohen DĂŒne. Es wurde am 1. Januar 1875 kurz vor Sonnenuntergang in Betrieb genommen. Der Amrumer Leuchtturm ist der einzige, der besichtigt werden kann. Das Bauwerk ist im Sommerhalbjahr fĂŒr den Publikumsverkehr geöffnet. Über 197 Stufen gelangt man zum Aussichtsbereich. Der letzte LeuchtfeuerwĂ€rter verließ 1984 den Turm nach dessen Automatisierung.

Der Leuchtturm Norddorf steht auf einer SanddĂŒne am westlichen Rand des Amrumer DĂŒnengĂŒrtels. Die Architektur enthĂ€lt Elemente des Jugendstils. Das Bauwerk wurde im Jahr 1906 errichtet. Die zwei Stockwerke hohe Konstruktion ruht auf einem knapp einen Meter hohen, konisch geformten Sockel aus Backstein und kann ĂŒber einen Bohlenweg durch die DĂŒnen erreicht werden.

Der Leuchtturm Nebel wurde 1981 errichtet und ist fast baugleich mit dem 1977 errichteten Leuchtturm WittdĂŒn, der im April 1988 abgeschaltet wurde. Ein weiteres Leuchtfeuer, das Leitfeuer Wriakhörn befand sich etwa 550 m vom Amrumer Leuchtturm entfernt sĂŒdwestlich auf den DĂŒnen. Es wurde im September 2016 wegen BaufĂ€lligkeit zurĂŒckgebaut.

MĂŒhlen

Die 1770/71 in Nebel erbaute Amrumer WindmĂŒhle gilt als die Ă€lteste MĂŒhle Schleswig-Holsteins.cite-ref-54[54] Sie steht auf der höchsten natĂŒrlichen Erhebung im Ort und gilt als ein weiteres Wahrzeichen der Insel. Das Bauwerk ist seit 1967 denkmalgeschĂŒtzt und noch komplett mit den MahlgĂ€ngen ausgestattet. Die MĂŒhle dient heute als Museum (siehe den betreffenden Abschnitt) und darĂŒber hinaus als Standesamt.

Eine weitere Amrumer WindmĂŒhle, Bertha, findet sich im Nebeler Ortsteil SĂŒddorf. Sie stand einst auf der benachbarten Insel Sylt und wird heute als Wohnung genutzt. An ihrer Stelle hatte zuvor eine BockwindmĂŒhle gestanden. Die WindmĂŒhle Bertha war bis 1942 in Betrieb. Die MĂŒhlentechnik ist nicht mehr vorhanden.

Eine weitere BockwindmĂŒhle stand in Norddorf am sĂŒdöstlichen Ortsausgang.cite-ref-55[55]

Kirchen und Kapellen

Die St.-Clemens-Kirche (Öömrang: St. Clemens sark) in Nebel ist die grĂ¶ĂŸte Kirche der Insel. Die Bewohner der damals einzigen Inseldörfer Norddorf und SĂŒddorf erbauten sie vermutlich 1236, denn 1240 wird sie erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Der Turm im Westen der Kirche wurde 1908 errichtet. Im Inneren befinden sich zahlreiche wertvolle AusstattungsgegenstĂ€nde. Dazu gehören eine hölzerne, frĂŒhgotische Apostelgruppe, der kelchförmige Taufstein aus romanischer Zeit, der dreiteilige Altaraufsatz (Triptychon) stammt aus dem Jahr 1634, ein Kruzifix mit einem spĂ€tgotischen Korpus von 1480, der frei stehende Sakramentsschrank aus dem 15. Jahrhundert, die Kanzel aus der Zeit der Renaissance, die Emporenbilder aus dem 17. Jahrhundert sowie zwei Kronleuchter aus Gelbguss (Messing) von 1671 und 1685.

Bis in das 20. Jahrhundert war St. Clemens die einzige Kirche der Insel. Mit dem Einsetzen des BĂ€dertourismus wuchs in WittdĂŒn der Wunsch nach einer eigenen Kirche fĂŒr die KurgĂ€ste. Im Jahre 1903 entstand schließlich nach PlĂ€nen des Architekten Hugo Groothoff im neugotischen Stil die Kapelle WittdĂŒn mit ihrem sehr kurzen Querschiff. Sehenswert ist ihr Altarbild. Es zeigt keine biblischen Szenen, sondern in der Mitte ein Panorama der SĂŒdspitze Amrums, links die Strandung eines Schiffes und rechts den Einsatz eines Rettungsbootes. Bei der dargestellten Strandung handelt es sich vermutlich um die Strandung des Dampfers Albis am 18. November 1922 im RĂŒtergat.

Die katholische Filialkirche St. Elisabeth in Norddorf wurde 1973 erbaut.

Friedhöfe und GrabmÀler

Die Sprechenden Grabsteine stehen auf einem gesonderten Areal auf dem die St.-Clemens-Kirche umgebenden Friedhof in der Gemeinde Nebel. Ihre Inschriften berichten vom Leben der Verstorbenen und/oder enthalten Bibelzitate. Die 152 Grabsteine stammen aus den Jahren 1678 bis 1858 und bestehen ĂŒberwiegend aus Sandstein. Bekanntester Grabstein ist der des Seefahrers Hark Olufs.

Der neue Friedhof der Insel befindet sich seit 1935 am Ortsausgang von Nebel in Richtung Norddorf. Auf dem Friedhof befindet sich auch eine KriegsgrÀberstÀtte. Dort wurden 49 Menschen beerdigt, die in der Folge der nationalsozialistischen Diktatur und des Zweiten Weltkrieges nach Amrum flohen und dort starben. Auf dem Feld fanden zudem neun Marinesoldaten, die 1914 in einer Seeschlacht vor Helgoland starben und auf Amrum angeschwemmt wurden, ihre letzte RuhestÀtte. Ihre Gebeine wurden im November 2012 umgebettet.cite-ref-56[56] Zuvor war die KriegsgrÀberstÀtte neu gestaltet worden.cite-ref-57[57]

Auf dem Friedhof steht eine Pricke, an der eine weiße Flagge mit einem blauen Quadrat befestigt ist. Die Flagge gehört zum Flaggenalphabet und steht fĂŒr das S. Sie erinnert seit August 2012 an einen verunglĂŒckten Jungen, dessen Vorname mit einem S begann. Der Junge hatte im Juni des Jahres am Strand von WittdĂŒn ein tiefes Loch gegraben und war darin vom Sand verschĂŒttet worden. Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen konnte er erst nach drei Tagen gefunden werden.

Der Friedhof der Heimatlosen liegt am Ortsausgang von Nebel. Dort wurden von 1906 bis 1969 insgesamt 32 an den Strand gespĂŒlte und nicht identifizierbare Leichen bestattet. Der Friedhof wurde laut Kirchenchronik 1905 vom Strandvogt KapitĂ€n Carl Jessen angelegt. Er gilt neben dem WesterlĂ€nder und dem Spiekerooger Friedhof als einer der bekanntesten Friedhöfe der Heimatlosen.cite-ref-58[58]

Aus der Jungsteinzeit blieb das HĂŒnenbett von Nebel erhalten. Der Dolmen Steenodde ist ein von einem ErdhĂŒgel bedecktes HĂŒnengrab (auch als Megalithanlage bezeichnet), das aus der Jungsteinzeit stammt. Es liegt am Dorfrand von Steenodde. Der grĂ¶ĂŸte GrabhĂŒgel auf Amrum, der Esenhugh, ist ebenfalls in Steenodde zu finden. Sein Alter ist unbekannt. Möglicherweise wurde er schon in der Stein- oder der Bronzezeit angelegt. Vermutlich aus der Wikingerzeit (10.–11. Jahrhundert) stammt das GrĂ€berfeld von Steenodde, das ursprĂŒnglich wohl um die 80 GrabhĂŒgel umfasste, von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Die Toten wurden meist verbrannt und in Urnen beigesetzt. Weitere GrabhĂŒgel, meist aus der Bronzezeit, finden sich ĂŒber die ganze Insel verteilt.

Museen und Ausstellungen

Das Heimatmuseum der Insel ist in der Amrumer WindmĂŒhle untergebracht. Es ist von April bis Oktober geöffnet. In seiner Ausstellung wird die Amrumer Geschichte sowie die Amrumer Flora und Fauna dargestellt. Zu sehen sind Exponate zur Amrumer Inselbahn, zur Seenotrettung und zur Amrumer Kultur. In wechselnden Ausstellungen zeigen KĂŒnstler ihre auf Amrum oder auswĂ€rts geschaffenen Werke.

In der originalgetreu eingerichteten KĂŒche, der Wohnstube und weiteren RĂ€umen des etwa 1751 errichteten Öömrang HĂŒs wird die insulare Wohnkultur vergangener Tage gezeigt. Neben der Dauerausstellung prĂ€sentiert das Haus in weiteren RĂ€umen Wechselausstellungen. Geöffnet ist es von April bis Oktober. Das Haus gehört dem 1974 gegrĂŒndeten Heimat- und Kulturverein Öömrang Ferian und dient dem Verein neben seiner Funktion als Museum auch als Archiv.

Das 1998 am StrandĂŒbergang Norddorf im ehemaligen Schwimmbad eröffnete Naturzentrum Amrum gehört ebenfalls dem Öömrang Ferian. Gezeigt werden Ausstellungen zu maritimen und naturkundlichen Themen. Im zum Ausstellungsraum umgebauten ehemaligen Hallenbad werden das Skelett eines Pottwals, die Geschichte des Walfangs auf den nordfriesischen Inseln und besonders auf Amrum sowie ein naturkundlicher Teil gezeigt. Besucher können sich dort unter anderem ĂŒber im Nationalpark Wattenmeer heimische Wale, ĂŒber durchziehende MeeressĂ€uger, ĂŒber Ökologie, Biologie und den Schutz der Tiere informieren.cite-ref-59[59]cite-ref-60[60] Im oberen Stockwerk zeigt der Öömrang Ferian seit 2006 Die Dauerausstellungen Hark Olufs – Als Sklave verkauft, als General zurĂŒckgekehrt sowie Der Kojenmann – Mensch und Natur im Wattenmeer. Zur VerfĂŒgung gestellt wurden die federfĂŒhrend von Martin Rheinheimer entwickelten Ausstellungen von der Syddansk Universitet.cite-ref-61[61]

Die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer zeigt im Schwimmbad von WittdĂŒn einen Teil ihrer Ausstellung zum Nationalpark Wattenmeer. In mehreren Aquarien sind unter anderem Strandkrabben, Schollen und Einsiedlerkrebse zu sehen.cite-ref-62[62] Die wesentlich grĂ¶ĂŸere Ausstellung war bis Ende 2014 in der Nordseehalle untergebracht, die im Januar 2015 abgerissen wurde. Derzeit sucht der Verein nach einer dauerhaften Lösung zur PrĂ€sentation der gesamten Ausstellung.cite-ref-63[63]

Sonstige Bauwerke

Die Vogelkoje Meeram war eine von zwei Anlagen auf Amrum, die dem Fang von Wildenten diente. Sie war von 1866 bis 1936 in Betrieb. Seit 2011 ist das Gebiet mit den angrenzenden Biotopen sowie dem archĂ€ologischen Areal ein „Naturerlebnisraum“. Auf einem barrierefreien Bohlenweg, der auch durch die angrenzenden Biotope (DĂŒnen, Heide, Wald und Feuchtgebiete) fĂŒhrt, können sich Besucher durch die Anlage bewegen. An verschiedenen Tafeln und Elementen können sie sich ĂŒber Einzelheiten und HintergrĂŒnde zur Vogelkoje, zur Natur rund um die Vogelkoje mit ihren Tieren und Biotopen und zum Einfluss des Menschen auf die Natur informieren.

Teil des Naturerlebnisraumes Vogelkoje Meeram ist auch das archĂ€ologische Areal, das sich in Richtung DĂŒnen und Quermarkenfeuer anschließt. Auf dem Gebiet gibt es ausgedehnte Grabungsstellen mit Funden aus der Stein- bis zur Eisenzeit. Eine steinzeitliche Grabstelle („Langbett)“ und einzelne Hausgrundrisse sind im Boden zu sehen und seit 2014 macht der Nachbau eines eisenzeitlichen Hauses die LebensumstĂ€nde in der FrĂŒhgeschichte nachvollziehbar.

Eine Besonderheit von Amrum sind die aus buntem Treibgut, vor allem Holz, errichteten sogenannten Strandburgen auf dem Kniepsand. Sie werden vom Bau- und Ordnungsamt geduldet.cite-ref-64[64] Bekannt wurde „Panschos Burg“, die der KĂŒnstler Ottfried Schwarz mehrfach neu erbaute. Die erste Version wurde inklusive 200 Sack Amrumer Sand zeitweise im Hof des Altonaer Museums in Hamburg-Altona gezeigt.cite-ref-65[65] 2017 ging Panchos Burg endgĂŒltig verloren.cite-ref-66[66]

Der KrĂŒmwal ist ein etwa eineinhalb Kilometer langer und rund anderthalb Meter hoher Erdwall zwischen Nebel und Steenodde. Er stammt vermutlich aus der Wikingerzeit.cite-ref-67[67]

Kultur

Sprache

Auf Amrum wird heute vor allem Hochdeutsch gesprochen. Zu den einheimischen Sprachen der Insel zĂ€hlt zum einen das Friesische. Die Amrumer Mundart, die noch ein gutes Viertel der Einwohner beherrscht, wird Öömrang genannt. Mit den Mundarten von Föhr, Sylt und Helgoland bildet sie die inselnordfriesische Dialektgruppe, die sich deutlich vom Festlandnordfriesischen abtrennt. Das Öömrang ist dem Föhrer Friesisch noch recht Ă€hnlich, aber selbst fĂŒr Sprecher des zum selben Dialektzweig gehörenden Sylter Dialekts ist es bereits schwer zu verstehen. Friesischunterricht wird auf Amrum im Kindergarten,cite-ref-68[68] der Öömrang-Skuul sowie an der Volkshochschule angeboten. Auf gymnasialer Ebene wird Friesisch nur in Wyk auf Föhr unterrichtet.cite-ref-69[69] Im Verein Öömrang Ferian wird der Schriftverkehr laut Satzung vom 29. Mai 1992 auf Friesisch gefĂŒhrt. Auch die Versammlungssprache soll möglichst Friesisch sein. Der Verein fördert auch die Herausgabe Amrum betreffender friesischer Literatur und Veranstaltungen wie friesische Abende und TheaterauffĂŒhrungen.cite-ref-70[70]

Viele Amrumer beherrschen auch Niederdeutsch, da dies die Sprache der kĂŒstennahen Seefahrer war. Zudem war es nach der Reformation bis 1720 Kirchensprache, ehe es vom Hochdeutschen abgelöst wurde.

DĂ€nisch wird nur von wenigen Amrumern gesprochen.

Trachten

→

Hauptartikel

:

Trachten der Inseln Föhr und Amrum und der Halligen

Die Amrumer Tracht wird erstmals im 16. Jahrhundert erwĂ€hnt, als die Amrumerinnen die Tracht von der Nachbarinsel Föhr ĂŒbernahmen und damit ihre bis dahin getragene Alltagstracht ablösten. Sie stammt in ihren UrsprĂŒngen von der spanischen Hoftracht ab.cite-ref-71[71]cite-ref-zeitlos-72-0[72] Der Kranz der Amrumer Tracht lĂ€sst sich bis nach Portugal zurĂŒckverfolgen.cite-ref-73[73] In den vergangenen 150 Jahren hat sich die Tracht kaum verĂ€ndert. War sie bis in das 18. Jahrhundert noch sehr farbenfroh, wird heute fast ausschließlich die Sonntagstracht und die Festtagstracht in den Farben Schwarz und Weiß getragen. Ein mĂ€nnliches Pendant zur Frauentracht fehlt auf Amrum.

Der Kopfschmuck, die Haube, wurde in frĂŒheren Zeiten von den TrĂ€gerinnen selbst um den Kopf geschlungen. Heute wird das quadratische Tuch von einer Anziehfrau gefaltet um den Kopf geknotet, mit einer Stoffwulst zur Erhöhung gebracht und mit Stecknadeln befestigt. Bis in das 20. Jahrhundert trugen die Frauen vornehmlich schwarze SchĂŒrzen zu ihrer Tracht. Um die Jahrhundertwende setzten sich dann weiße SchĂŒrzen durch.cite-ref-zeitlos-72-1[72] Der filigrane Brustschmuck wird aus Silber hergestellt. Er besteht auf Amrum meist aus acht bis zwölf Filigranknöpfen sowie einer mehrgliedrigen Hakenkette.cite-ref-74[74] Diese besteht aus einer drei- oder vierreihigen Gliederkette mit einem Amulett in der Mitte, worauf sich die Bestandteile Kreuz, Herz und Anker als Symbole fĂŒr Glaube, Liebe und Hoffnung, die Zeichen der christlichen Tugenden befinden.

Die Tracht wird von jungen MÀdchen und Frauen vor allem zur Konfirmation, Hochzeit oder Geburtstag und zu touristischen AnlÀssen wie Heimatabenden getragen.cite-ref-zeitlos-72-2[72]

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen und Brauchtum

Auf Amrum gibt es mehrere eigentĂŒmliche BrĂ€uche. Am 21. Februar (Öömrang: Piadersinj, deutsch etwa: Petersabend) wird Biakin gefeiert. Dabei wird ein großes Feuer entzĂŒndet, um den Winter auszutreiben. Menschen schwĂ€rzen einander mit Ruß die Gesichter. Der Tag beruht auf dem alten Feiertag Petri Stuhlfeier (Öömrang: Piadersdai), der ursprĂŒnglich am 22. Februar begangen wurde und auch in anderen nordfriesischen Gemeinden gefeiert wird.

Am Altjahrsabend findet das Hulken statt, bei dem Gruppen von meist jungen, fantasievoll verkleideten Amrumern von Haus zu Haus laufen, ihre IdentitĂ€t erraten lassen und dann je nach Alter mit SĂŒĂŸigkeiten oder alkoholischen GetrĂ€nken wie Korn belohnt werden.

Das Hualewjonken (deutsch: „Halbdunkeln“) ist eine Zusammenkunft meist mĂ€nnlicher Amrumer zur Zeit der AbenddĂ€mmerung, bei der sich die Teilnehmer im Halbdunkel unterhalten. Der Brauch hĂ€ngt mit der Seefahrt zusammen, die in frĂŒheren Jahrhunderten der Haupterwerbszweig der Amrumer war. In der Winterzeit, wenn die Schiffe nicht fahren konnten, kamen insbesondere die unverheirateten Seeleute zum gemeinsamen Lernen regelmĂ€ĂŸig am Nachmittag zusammen.

Bekannte Sagengestalten der Insel sind die OnerbÀÀnkin (die dt. Entsprechung wĂ€re Unterirdische), die den Oterbaankin auf Föhr und den Önereersken auf Sylt entsprechen.

Unter Beteiligung der Amrumer Blaskapelle und der Trachtengruppe feiert man auf dem Kniepsand vor Nebel den Sommeranfang am 21. Juni mit einer Sonnenwendfeier.

Heimatlied

Das Amrumer Heimatlied Min öömrang lun ist von Lorenz Conrad Peters auf Friesisch im Amrumer Dialekt geschrieben. Es hat sich, obwohl es ein Föhrer Autor war, zur Regionalhymne Amrums entwickelt.

Religion

Hauptkirche der Insel ist die St. Clemens-Kirche in Nebel, etwa um 1200 erbaut. Der Großteil der Amrumer Bevölkerung ist seit der Reformation protestantisch und gehört der St. Clemens Kirchengemeinde an. Diese unterhĂ€lt neben der Pfarrkirche das 1980 eingeweihte Gemeindehaus St. Clemens HĂŒs in Nebel und eine 1903 in WittdĂŒn errichtete Kapelle. In Norddorf wird das 1929 errichtete Evangelische Gemeindehaus von der Kirchengemeinde fĂŒr Gottesdienste und andere Veranstaltungen genutzt.

Eine Römisch-Katholische Kirchengemeinde gab es nach der Reformation nicht mehr. Nach GrĂŒndung der Badeorte strömten immer mehr katholische GĂ€ste auf die Insel. Sie hielten ihren Gottesdienst in Norddorf zunĂ€chst in einem eigens dafĂŒr hergerichteten kleinen Raum im Hotel HĂŒttmann, spĂ€ter dann im sogenannten Missionshaus ab. 1973 wurde schließlich die Filialkirche St. Elisabeth Amrum erbaut.cite-ref-75[75] Die Gemeinde hat heute rund 200 Mitgliedercite-ref-76[76] und ist Teil der Großpfarrei Nordfriesland, zu der auch die Kirchen von St. Josef (Leck), St. Marien (Wyk auf Föhr), St. Peter Ording, Husum, Nordstrand und Sylt gehören.cite-ref-77[77] Eine 1905 in WittdĂŒn errichtete römisch-katholische Kapelle wurde spĂ€ter zugunsten einer Drogerie abgerissen.

Wirtschaft und Infrastruktur

2024 bestanden folgende BeschÀftigungsverhÀltnisse:cite-ref-78[78]

| | sozialversicherungspflichtig am Arbeitsort | am Wohnort | Arbeitslose |
|---|---|---|---|
| WittdĂŒn | 277 | 408 | 21 |
| Norddorf | 368 | 265 | 14 |
| Nebel | 448 | 458 | 18 |

Tourismus

Der Haupterwerbszweig ist der Tourismus. Amrum verfĂŒgt ĂŒber etwa 12.000 GĂ€stebetten.cite-ref-79[79] 2016 wurden auf Basis von Meldescheinen insgesamt 1,29 Millionen Übernachtungen registriert.cite-ref-80[80] In der Statistik des Statistischen Amtes fĂŒr Hamburg und Schleswig-Holstein werden dagegen nur Übernachtungen in den 200 BeherbergungsstĂ€tten mit mehr als zehn Betten erfasst. Dort zĂ€hlte man 800.676 Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag nach Angaben dieser Statistik in Nebel bei 10 Tagen, in Norddorf bei 8,1 Tagen sowie in WittdĂŒn bei 7,8 Tagen.cite-ref-81[81]

Amrum verfĂŒgte 2012 ĂŒber rund 10.000 GĂ€stebetten. Man zĂ€hlte 2012 rund 150.000 ÜbernachtungsgĂ€ste und 1,5 Millionen Übernachtungen sowie 100.000 TagesausflĂŒgler.cite-ref-82[82] Ohne GĂ€ste der Kinderklinik SatteldĂŒne, der Kindererholungsheime, des Schullandheims Ban Horn und der Jugendherberge wurden 2012 133.913 Anreisen und 1.265.917 Übernachtungen gezĂ€hlt. Davon entfielen 343.872 Übernachtungen auf WittdĂŒn, 447.808 auf Nebel und 474.237 auf Norddorf.cite-ref-83[83]

Landwirtschaft

Auf dem Geestkern sowie in den beiden Marschgebieten wird Landwirtschaft betrieben. Der Ackerbau hat dabei wegen des wenig fruchtbaren Sandbodens und der insgesamt zu kleinen ackerbaufĂ€higen FlĂ€che niemals eine grĂ¶ĂŸere Bedeutung gehabt. Auch die ErtrĂ€ge der Viehzucht blieben gering, denn auch dafĂŒr standen nur wenige magere WeideflĂ€chen zur VerfĂŒgung, die zudem bei Springfluten zum Teil ĂŒberspĂŒlt wurden. 1910 hielten die etwa 1000 Bewohner der Insel insgesamt 594 StĂŒck Vieh. Darunter waren 212 Rinder, 42 Pferde, 222 Schafe und 118 Schweine. Vor allem SĂŒddorf war durch die Landwirtschaft geprĂ€gt, da es am wenigsten vom Tourismus profitierte.cite-ref-krause-84-0[84] Um 1980 gab es auf Amrum weniger als zehn Landwirte.cite-ref-85[85] Heute wird sie nur noch von wenigen Höfen und teilweise im Nebenerwerb betrieben.cite-ref-86[86]

Fischerei

Die Fischerei war jahrhundertelang die Haupteinnahmequelle. Ab dem 15. Jahrhundert gingen die Insulaner auf Heringsfang. Dessen ErtrĂ€ge gingen im 17. Jahrhundert zurĂŒck. Anfang des 18. Jahrhunderts entdeckten die Amrumer die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Walfangs fĂŒr sich. Dieser blieb bis um 1860 die Haupteinnahmequelle der Amrumer. Danach fuhren die Insulaner als KapitĂ€ne oder Steuerleute auf Handelsschiffen zur See.cite-ref-krause-84-1[84] Vom 11. bis ins 19. Jahrhundert war zudem die Austernzucht ein wichtiger Erwerbszweig.cite-ref-87[87] Aufgrund sinkender ErtrĂ€ge stellten die Insulaner die Zucht im Jahre 1881 ein.cite-ref-88[88] Heute ist noch ein Fischer auf der Insel beheimatet.cite-ref-89[89]

HĂ€fen

Auf der Insel Amrum gibt es zwei kommunale HĂ€fen.cite-ref-kuestenschutz-90-0[90] Der Hafen WittdĂŒn wird fĂŒr den FĂ€hr- und GĂŒterverkehr genutzt, wĂ€hrend der Hafen Steenodde ausschließlich dem GĂŒterumschlag, hauptsĂ€chlich Heizöl und weitere Brennstoffe, dient.cite-ref-kuestenschutz-90-1[90] In Steenodde wurden 2006 6.117 Tonnen SeegĂŒter umgeschlagen. In WittdĂŒn waren es 23.299 t.cite-ref-kuestenschutz-90-2[90] Betreiber beider HĂ€fen sind die Versorgungsbetriebe Amrum.

Der Hafen WittdĂŒn ging aus einem Anleger hervor, der 1890 im Zuge der GrĂŒndung von WittdĂŒn erbaut wurde. In der NĂ€he des FĂ€hrhafens von WittdĂŒn liegt der vom Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning betriebene Seezeichenhafen, der von Schiffen wie dem Tonnenleger Amrumbank und dem Seenotrettungskreuzer Ernst Meier-Hedde sowie Sportbooten genutzt wird. Dort wurde 1915 an der heutigen Nordmole der Grundstein fĂŒr den ersten Liegeplatz gelegt. Gemeinsam mit den anderen Amrumer HĂ€fen sollte er als Bau- und Liegehafen fĂŒr die großen Nassbagger dienen, die Anfang der 20er Jahre mit dem Bau des Hindenburgdammes zwischen Sylt und dem Festland begannen.

Kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Steenodde die erste Amrumer LandebrĂŒcke fĂŒr den Fracht- und Personenverkehr errichtet.cite-ref-91[91] Eine Zeitlang existierte eine kleine Schiffswerft auf dem Sandwall nahe der BrĂŒcke.cite-ref-quedens-92-0[92] 1960 bis 1971 war Steenodde Sitz der Amrumer Schiffahrts AGcite-ref-quedens-92-1[92] und Heimathafen der FĂ€hre Amrum bzw. – ab 1968 – einer gleichnamigen AutofĂ€hre, die den Hafen bis etwa 1985 auf der Linie SchlĂŒttsiel–Hooge–Langeneß–WittdĂŒn–Steenodde anfuhr.

Ein weiterer Hafen, der westlich von Norddorf gelegene Kniephafen, versandete Anfang des 20. Jahrhunderts innerhalb kurzer Zeit vollstÀndig durch die Sedimentzufuhr vom Kniepsand.cite-ref-93[93]

Verkehr

Schiffsverkehr

Die Insel ist durch eine FĂ€hrlinie (mit Fahrzeugbeförderung) mit Wyk auf Föhr und dem Festlandhafen DagebĂŒll verbunden. Die regelmĂ€ĂŸige Verbindung nach SchlĂŒttsiel und den Halligen Langeneß und Hooge wurde ab der Sommersaison 2019 eingestellt.cite-ref-94[94]cite-ref-95[95] FĂ€hrhafen ist WittdĂŒn. Im Jahre 2023 wurden dort 2864 ankommende Schiffe sowie 589.312 Personen abgefertigt. GegenĂŒber dem Vorjahr bedeutete dies einen RĂŒckgang von 0,8 % bei den Schiffsanlandungen sowie 5,3 % im Personenverkehr.cite-ref-96[96] Die meisten Touristen reisen ĂŒber DagebĂŒll an. Von dort braucht die FĂ€hre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) bei einer direkten Verbindung DagebĂŒll–Amrum 90 Minuten, bei der hĂ€ufigeren Verbindung ĂŒber die Nachbarinsel Föhr etwa 120 Minuten.

WĂ€hrend der Sommermonate verbindet die Reederei Adler-Schiffe nach Fahrplan und nur fĂŒr Passagiere mit der Adler-Express WittdĂŒn mit Hörnum auf Sylt, der Hallig Hooge und Strucklahnungshörn auf Nordstrand, sowie mit der Adler RĂŒm Hart WittdĂŒn mit Wyk auf Föhr. Vom FĂ€hrhafen aus finden im Sommerhalbjahr Ausflugsfahrten mit der Eilun statt.

Straßenverkehr

Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend

Die befestigte Straße von WittdĂŒn nach Norddorf wurde im Jahre 1939 fertiggestellt. Im Juli 2007 waren auf Amrum 1343 PKW, 139 Lkw, 95 KraftrĂ€der sowie 298 AnhĂ€nger zugelassen. Vor allem in der Gemeinde WittdĂŒn gab es seinerzeit einen hohen Grad an Motorisierung.cite-ref-kuestenschutz-90-3[90]

Neben dem Pkw ist das Fahrrad Hauptverkehrsmittel; das Radwegenetz ist gut ausgebaut. Zahlreiche Fahrradverleiher ermöglichen auch Touristen, die ohne Rad anreisen, mobil zu sein.

Eine Buslinie, intern als Linie 10 bezeichnet, verbindet alle Orte auf der Insel außer Steenodde miteinander. Im Sommer 2024 verkehren von Montag bis Freitag zwischen ca. 5 und 20 Uhr (ab WittdĂŒn) in der Regel 18 Fahrtenpaare, an Freitagen ergĂ€nzt durch eine SpĂ€tfahrt um 22 Uhr. An Samstagen und Sonntagen verkehren jeweils 16 Fahrtenpaare im Zeitraum von ca. 5 bis 22 Uhr. Die Buslinie wird – wie die AutofĂ€hren – von der W.D.R. betrieben und ist auf die FĂ€hrzeiten abgestimmt.cite-ref-97[97] Eingesetzt werden drei Gelenkbusse sowie ein Solobus.cite-ref-98[98]

Luftverkehr

1928 wurde ein Flugfeld auf der Heide sĂŒdlich von Norddorf angelegt. Dagegen klagten jedoch die Interessenten der nahen Vogelkoje. Vor Gericht konnten sie sich durchsetzen. Das Urteil beschrĂ€nkte den Flugverkehr auf wenige Sommermonate bis zum August. Die Passagierzahlen blieben unter den Erwartungen, so dass der Flugverkehr bald eingestellt wurde. Einen neuen Anlauf zur Anlage eines Flugplatzes gab es nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese wurden aus GrĂŒnden des Natur- und Landschaftsschutzes abgelehnt.cite-ref-99[99] Seither ist Amrum von den vier großen Nordfriesischen Inseln (neben Amrum sind dies Sylt, Föhr und Pellworm) die einzige ohne Flugplatz. In Nebel besteht ein Landeplatz fĂŒr Hubschrauber mit den ĂŒblichen Standards. Er wird ausschließlich fĂŒr Notfall- oder dringende Krankentransporte zum Festland genutzt.

Schienenverkehr

Die Aktiengesellschaft WittdĂŒn und Amrum startete 1893 den Probebetrieb einer Eisenbahn auf der Strecke WittdĂŒn–WittdĂŒn Strand. 1901 begann der Bahnbetrieb auf der Strecke WittdĂŒn–Nebel. Ein Jahr spĂ€ter wurde die Amrumer Inselbahn dann bis Norddorf Hafen betrieben und erreichte damit fast die maximale StreckennetzlĂ€nge, das in der maximalen Ausdehnung etwa 14 km umfasste. Die Inselbahn blieb zeit ihres Bestehens ein VerlustgeschĂ€ft, das 1939 eingestellt wurde.cite-ref-100[100] Obwohl die Inselbahn schon lange nicht mehr fĂ€hrt, gibt es eine gummibereifte „Lokomotive“ – ein umgebauter Toyota-GelĂ€ndewagen – mit zwei AnhĂ€ngern, die als „Amrumer Inselbahn“ bzw. „Insel-Paul“ fĂŒr Besichtigungsfahrten eingesetzt wird.

Rettungsstation der DGzRS

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung SchiffbrĂŒchiger hat seit 1865 eine Rettungsstation auf Amrum. ZunĂ€chst war die Station im Kniephafen im Norden der Insel. Nach Versandung des Hafens wurde die Station geschlossen. Heute ist der Standort im Seezeichenhafen WittdĂŒn, wo seit 1961 ein Seenotrettungskreuzer stationiert ist.

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Hauptartikel

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Seenotrettungsstation Amrum

Bildungswesen

Im Kindergarten Amrum werden derzeit 86 Kinder betreut.cite-ref-101[101] Die Öömrang-Skuul ist eine Grund- und Gemeinschaftsschule mit Förderzentrumsteil des Amtes Föhr-Amrum in Nebel. In ihr wurden 1968 die drei Volksschulen in WittdĂŒn, Nebel und Norddorf als Dörfergemeinschaftsschule Amrum zusammengefasst. Sie fĂŒhrt als Realschule mit Grund- und Hauptschulteil zum Haupt- oder Realschulabschluss. Ihr neues Domizil erhielt die Schule in einem dafĂŒr neu und zentral in SĂŒddorf gelegenem GebĂ€ude. Sie heißt seit 2002 Öömrang Skuul (Öömrang; deutsch: „Amrumer Schule“). Sie wird von etwa 200 SchĂŒlern besucht. Davon sind 80 in dem Grund- und 120 im Sekundarschulbereich.cite-ref-skuul-102-0[102] In den KlassenverbĂ€nden wird jahrgangs- und schulartenĂŒbergreifend unterrichtet.cite-ref-skuul-102-1[102]

Um das Abitur zu erlangen, stehen den SchĂŒlern nach der 10. Klasse die Eilun-Feer-Skuul in Wyk auf Föhr sowie die beruflichen Gymnasien an der Berufsschule in NiebĂŒll zur VerfĂŒgung. Dort werden die Fachrichtungen Agrarwirtschaft, ErnĂ€hrung, Technik und Wirtschaft angeboten. Die Öömrang Skuul hat mit der Eilun-Feer-Skuul sowie den beruflichen Gymnasien in NiebĂŒll KooperationsvertrĂ€ge abgeschlossen, die Amrumer SchĂŒlern einen Platz garantieren, wenn diese die Anforderungen an den Notenschnitt erfĂŒllen.cite-ref-103[103]

FĂŒr die Erwachsenenbildung bietet die im September 1977 gegrĂŒndete Amrumer Volkshochschule Kurse an. DafĂŒr nutzt sie die RĂ€ume der Öömrang-Skuul fĂŒr ihr Kursangebot. TrĂ€ger der Einrichtung ist ein 80 Mitglieder starker Verein.cite-ref-104[104] Öffentliche BĂŒchereien gibt es in den RĂ€umen der AmrumTouristik Norddorf und in der Öömrang-Skuul. Das Jugendzentrum (JUZ) befindet sich am Ortseingang von Nebel auf dem GelĂ€nde des Sportplatzes gegenĂŒber der WindmĂŒhle. TrĂ€ger ist der Verein zur Förderung eines Jugendzentrums auf Amrum. Er wird vom Kreis Nordfriesland gefördert, der die Personalkosten fĂŒr das Jugendzentrum trĂ€gt.

Medien

Als vom Tourismus geprĂ€gte Insel sind auf Amrum alle gĂ€ngigen Zeitungen und Zeitschriften erhĂ€ltlich. Alle Printmedien werden morgens mit der ersten FĂ€hre von DagebĂŒll auf die Insel gebracht. Die örtliche Tageszeitung heißt Der Insel-Bote. Er berichtet ĂŒber das lokale Geschehen auf Föhr, Amrum und den Halligen. VorgĂ€nger des Blattes waren die Zeitung Westsee Inseln, die erstmals 1870 erschien. 1880 wurde der „Insel-Bote“ gegrĂŒndet und 1954 in den Flensburger Zeitungsverlag integriert.cite-ref-105[105] Die AmrumTouristik ist der Herausgeber mehrerer Publikationen: Amrum Aktuell ist der wöchentlich erscheinende Veranstaltungskalender der Insel. Die Jahresauflage wird mit 250.000 StĂŒck angegeben wird. Der kleine Amrumer ist ein jĂ€hrlich erscheinendes Magazin. Die BeitrĂ€ge widmen sich kulturhistorischen Themen, Geschichten aus dem Alltag oder berichten ĂŒber die Natur der Insel. Der Kleine Amrumer erscheint in einer Auflage von 35.000 StĂŒck. AmrumNews ist die offizielle Online-Zeitung der Nordseeinsel Amrum mit tagesaktuellen Meldungen.

Der FriiskFunk sendet seit dem 25. September 2010 wochentags morgens ĂŒber den Offenen Kanal WestkĂŒste eine Radiosendung in Nordfriesischer Sprache, inzwischen jeweils zw. 8 und 10 Uhr sowie am Nachmittag. Die Produktion der friesischsprachigen BeitrĂ€ge wird finanziert von der Ferring Stiftung und vom Friesenrat. Das Radiostudio ist in den GebĂ€uden der Ferring Stiftung in Alkersum eingerichtet, wo die Sendungen in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein produziert werden. RegelmĂ€ĂŸig ist auch das Schulradio „Strandgut“ der Öömrang Skuul auf Sendung. Das Programm wird ebenfalls ĂŒber den Offenen Kanal WestkĂŒste ĂŒbertragen. Der offene Kanal betreibt dafĂŒr das Außenstudio Nebel/Amrum in der Öömrang Skuul, das auch den Bewohnern von Amrum zur VerfĂŒgung steht. Seit 2006 betreibt Arjan Kölzow sein „Radio Öömrang“, das jĂ€hrlich immer nur zum Biikebrennen am 21. Februar auf Sendung ist. Das Programm wird ĂŒber Kurzwelle ausgestrahlt und ist damit weltweit empfangbar. Die Sendung auf Friesisch und Englisch richtet sich an Auswanderer und deren Nachkommen.

Gesundheitsversorgung

Die medizinische Versorgung wird durch ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ),cite-ref-106[106] je einen niedergelassenen Privat- und Zahnarzt und zwei Apotheken sichergestellt.cite-ref-feuerwehr-amrum-107-0[107] Die Rettungswache auf Amrum deckt mit ihren beiden Rettungsfahrzeugencite-ref-108[108] die gesamte Insel ab und unterstĂŒtzt im Bedarfsfall die Besatzung des DGzRS-Seenotrettungskreuzers medizinisch.cite-ref-109[109] Die notfallmedizinische Betreuung stellen zwei auf der Insel arbeitende und lebende FachĂ€rzte fĂŒr AnĂ€sthesie und Allgemeinmedizin sicher. Die Fahrzeuge der Rettungswache sind allradgetrieben und somit in der Lage, auch EinsĂ€tze auf den sandigen Bereichen der Insel wahrzunehmen.cite-ref-feuerwehr-amrum-107-1[107]

Ein Krankenhaus gibt es auf Amrum nicht, sondern nur auf Sylt, dem Festland sowie auf der Nachbarinsel Föhr. Da auch die dortige Inselklinik Föhr-Amrum nicht mehr ĂŒber eine Geburtenstation verfĂŒgt, mĂŒssen Geburten seither auf dem Festland, zum Beispiel in der Klinik Husum, erfolgen.cite-ref-110[110]

Daneben existieren auf der Insel zahlreiche Rehabilitationseinrichtungen mit den Behandlungsschwerpunkten Haut- und Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane, ErnÀhrungsstörungen und mehrere Mutter/Vater & Kind-Kurkliniken.cite-ref-111[111]

MĂŒssen Insulaner oder GĂ€ste in ein Krankenhaus auf dem Festland oder auf der Nachbarinsel Föhr transportiert werden, ist der Transfer per Hubschrauber am schnellsten. Der am Standort NiebĂŒll stationierte Hubschrauber benötigt fĂŒr den Flug nach Amrum etwa 10 Minuten. In Rendsburg ist ein Hubschrauber stationiert, der auch ĂŒber eine Nachtflugerlaubnis verfĂŒgt. Von dort betrĂ€gt die Flugzeit etwa 35 Minuten. Allerdings kann die Insel von den Rettungshubschraubern witterungsbedingt an etwa 150 Tagen/NĂ€chten im Jahr nicht angeflogen werden. In diesen FĂ€llen kann auf die Bundeswehr zurĂŒckgegriffen werden, mit dem „SAR 10“ der Marine ist auf Helgoland ein Mehrzweckhubschrauber vom Typ „NH90 NTH Sea Lion“ stationiert. Die Flugzeit nach Amrum betrĂ€gt etwa eine Stunde. Transporte per Krankenwagen sind dagegen aufgrund der FĂ€hrverbindungen nur eingeschrĂ€nkt möglich. Auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung SchiffbrĂŒchiger (DGzRS) fĂŒhrt Krankentransporte durch. Die Fahrzeit nach Föhr betrĂ€gt abhĂ€ngig vom Wasserstand etwa 40 Minuten. Bis ans Festland braucht der Seenotrettungskreuzer etwa eine Stunde. Hinzu kommt noch der Landweg von den jeweiligen Schiffsanlegern ins Zielkrankenhaus.cite-ref-feuerwehr-amrum-107-2[107]

Windkraftanlagen

Auf der Insel gibt es, im Gegensatz zum schleswig-holsteinischen Festland (und einer Anlage auf der Nachbarinsel Föhr), keine Windkraftanlagen. Der Offshore-Windpark Amrumbank West wurde mit 80 Anlagen etwa 36 km sĂŒdlich von Amrum errichtet, der Offshore-Windpark Nordsee Ost mit 48 Anlagen etwa 30 Kilometer westlich der Insel.cite-ref-112[112] Beide liegen außerhalb des Sichtfeldes, sind jedoch manchmal als Luftspiegelung zu sehen.cite-ref-113[113]

Ver- und Entsorgung

Amrum wird ĂŒber zwei 4,5 Kilometer lange Seekabel von Föhr aus mit Strom versorgt. Die Nachbarinsel selbst ist ĂŒber EmmelsbĂŒll-HorsbĂŒll mit drei jeweils neun Kilometer langen Seekabeln an das Stromnetz auf dem Festland angeschlossen. Die Leitung nach Norddorfcite-ref-114[114] auf Amrum ist doppelt ausgelegt, damit auch beim Ausfall eines Seekabels die Versorgung sichergestellt ist.cite-ref-sh-netz-115-0[115] Seit er 2010 auf der Nachbarinsel Föhr am Umspannwerk Utersum einen eigenen Transformator fĂŒr Amrum aufstellen ließ, kann der Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz die Stromnetze beider Eilande getrennt betreiben. SchĂ€den in einem Inselstromnetz haben seither keine Auswirkungen auf das Netz der anderen Insel.cite-ref-116[116] Die Schleswig-Holstein Netz AG betreibt auch die vier Kilometer lange Gasleitung von Föhr nach Amrum sowie die zehn Kilometer lange Gasleitung von EmmelsbĂŒll-HorsbĂŒll nach Föhr, ĂŒber die die Inseln mit dem Brennstoff versorgt werden.cite-ref-sh-netz-115-1[115] Heizöl und andere Brennstoffe werden ĂŒber den Frachthafen Steenodde angeliefert.

Amrum liegt auf einer SĂŒĂŸwasserlinse, aus der es sein Trinkwasser bezieht. Der Tagesverbrauch ist stark schwankend. Im Winter werden auf der Insel tĂ€glich etwa 600–700 Kubikmeter verbraucht. Im Sommer sind es zwischen 1800 und 2100 mÂł. Die Versorgungsbetriebe Amrum unterhalten seit 1975 das fĂŒr die Versorgung zustĂ€ndige Wasserwerk in Nebel-Westerheide.cite-ref-117[117] Es verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf etwa 40 bis 50 Meter tiefe Brunnen, ĂŒber die das Wasser gefördert wird, drei Kessel, in denen das Brunnenwasser ĂŒber Kalkstein filtriert wird, sowie zwei 800.000-Liter-Bassins, die Trinkwasser vorhalten. Damit ist der Tagesverbrauch in der Nebensaison auch dann gesichert, wenn die Pumpen der Brunnen ausfallen.cite-ref-118[118] Die Haushalte in Norddorf versorgten sich noch bis 2006 ĂŒber Brunnen selbst mit Trinkwasser, ehe auch die Gemeinde an die zentrale Trinkwasserversorgung angeschlossen wurde.cite-ref-119[119]cite-ref-120[120]

Das Abwasserkanalnetz der Insel ist insgesamt etwa 27 Kilometer lang. Sie fĂŒhren in die beiden KlĂ€ranlagen in WittdĂŒn und Nebel. Auch dort gibt es Probleme mit der stark schwankenden Menge des Abwassers. Im Winter kommt dort so wenig Abwasser an, dass die Anlagen nicht ausgelastet werden können und nicht immer genug NĂ€hrstoff fĂŒr eine optimale Reinigung mitfĂŒhren.cite-ref-121[121] Die MĂŒllabfuhr wird von einem privaten Unternehmen durchgefĂŒhrt.cite-ref-122[122] Der Abfall wird ĂŒber die Sammelstation im Gewerbegebiet SĂŒddorf zum Festland transportiert.

AnsÀssige Unternehmen und Behörden

Mit etwa 160 ArbeitsplĂ€tzen ist die SatteldĂŒne, eine von der Deutschen Rentenversicherung Nord betriebene Fachklinik fĂŒr Kinder und Jugendliche, grĂ¶ĂŸter Arbeitgeber der Insel.cite-ref-123[123]

Die Versorgungsbetriebe Amrum betreiben das Wasserwerk, die einzige Tankstelle der Insel, die beiden kommunalen HĂ€fen in WittdĂŒn und Steenodde und die beiden KlĂ€ranlagen WittdĂŒn und Nebel.

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum W.D.R. verbindet Amrum durch einen regelmĂ€ĂŸigen und ganzjĂ€hrigen Linienverkehr mit Föhr und dem Festland und betreibt den öffentlichen Busverkehr auf Amrum und auf Föhr.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee unterhĂ€lt auf Amrum im Seezeichenhafen einen Außenbezirk fĂŒr die Instandhaltung u. a. der Tonnen und Leuchttonnen. Dieser besteht aus VerwaltungsgebĂ€ude, Tonnen- und Strahlhalle, Tischlerei, Schlosserei, Magazin und Lager. Auch der Tonnenleger Amrumbank ist hier stationiert. Die ZustĂ€ndigkeit des Außenbezirkes Amrum reicht sĂŒdlich bis zur Halbinsel Eiderstedt und nördlich bis zur deutsch-dĂ€nischen Grenze. Seeseitig umfasst sie das KĂŒstenmeer bis zur 12-Seemeilen-Grenze, und auf der Wattseite wird sie durch das Festland begrenzt. Im Bereich des Außenbezirks liegen etwa 320 km betonntes Fahrwasser, 327 schwimmende Schifffahrtszeichen (Seetonnen), 49 solarbetriebene Leuchttonnen an wichtigen Stellen sowie 15 landgestĂŒtzte Leuchtfeuer. Zudem werden jĂ€hrlich ĂŒber 1200 Stangenschifffahrtszeichen fĂŒr die Wattfahrwasser gesteckt. Zudem ist der Außenbezirk fĂŒr den Hafen in Hörnum zustĂ€ndig.cite-ref-124[124]

Auf der Insel gibt es zahlreiche Einzelhandels- und gastronomische Betriebe, darunter auch eine Jugendherberge in WittdĂŒn.

Auf Amrum geborene Persönlichkeiten

‱ Oluf Jensen (1672–1750), Seefahrer, Vater von Hark Olufs
‱ Hark Olufs (1708–1754), Seefahrer
‱ Lorenz Friedrich Mechlenburg (1799–1875), Pastor und Sprachforscher
‱ Heidrun Hesse (1951–2007), Philosophin
‱ Knut Jungbohn Clement (1803–1873), Schriftsteller
‱ Georg Quedens (* 1934), Schriftsteller, Fotograf, Heimat- und Naturforscher
‱ Carsten Pörksen (* 1944), Politiker

Filme

Auf Amrum wurden zahlreiche Filme ganz oder teilweise gedreht, beispielsweise die Fernsehfilme NesthÀkchen, Mörder auf Amrum, Die Pferdeinsel und Das ZimmermÀdchen sowie die Kinofilme Sommer sowie Amrum.

Literatur

‱ Georg Quedens, Hans Hingst, Gerhard StĂŒck, Ommo Wilts: Amrum. Landschaft, Geschichte, Natur. Verlag Jens Quedens, Amrum 1991, ISBN 3-924422-24-9.
‱ Georg Quedens: Amrum. Breklumer Verlag, Breklum 2004, ISBN 3-7793-1110-0.
‱ Georg Quedens: Insel unter weitem Himmel. 3. Auflage. Breklumer Verlag, Breklum 2004, ISBN 3-7793-1120-8.
‱ Georg Quedens: Das Seebad Amrum. „
 und befĂŒrchten den Verderb der guten hiesigen Sitten 
“. VerĂ€nderte Neuauflage. Verlag Jens Quedens, Amrum 2006, ISBN 3-924422-79-6.

Weblinks

Commons

: Amrum

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Amrum

– ReisefĂŒhrer

‱ AmrumTouristik
‱ Fachplan KĂŒstenschutz Amrum auf schleswig-holstein.de
‱ Die Entstehungsgeschichte der Insel Amrum (PDF; 236 kB)
‱ Die Flora von Amrum
‱ Linkkatalog zum Thema Amrum bei curlie.org (ehemals DMOZ)
‱ Karte (Westen) Karte (Osten) Karte (Nordspitze)

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Ralf Hoffmann: Amrum Touristik Chef Frank Timpe zieht ResĂŒmee fĂŒr das Jahr 2023 
 In: amrum-news.de. 2024, abgerufen am 13. Juli 2025.
cite-note-22. ↑ Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb fĂŒr KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 11. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.schleswig-holstein.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-33. ↑ Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb fĂŒr KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 11. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.schleswig-holstein.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-neuhaus-44. ↑ Neuhaus, Beinker, BrĂŒndel, Lange: DĂŒnen an der Schleswig-Holsteinischen WestkĂŒste. In: Umweltbundesamt und Nationalparkverwaltungen NiedersĂ€chsisches Wattenmeer/Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (Hrsg.): Umweltatlas Wattenmeer. Band 1: Nordfriesisches und Dithmarsches Wattenmeer. Eugen Ulmer, Stuttgart 1998/1999, ISBN 3-8001-3491-8, S. 92–93.
cite-note-55. ↑ Georg Quedens, Hans Hingst, Gerhard StĂŒck, Ommo Wilts: Amrum. Landschaft, Geschichte, Natur. Amrum 1991, S. 12.
cite-note-66. ↑ Wasserwerk steigert seine Leistung. sh:z, abgerufen am 16. September 2015.
cite-note-71. regionalstatistik.de: FlĂ€chenerhebung nach Art der tatsĂ€chlichen Nutzung vom 31.12.2015 fĂŒr die Gemeinden Nebel, Nordorf auf Amrum sowie WittdĂŒn auf Amrum. Abgerufen am 11. Juli 2017.
cite-note-88. ↑ Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb fĂŒr KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 11. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.schleswig-holstein.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-99. ↑ Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb fĂŒr KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 11. Juli 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.schleswig-holstein.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-1010. ↑ doczz.net. (PDF) Abgerufen am 13. Juli 2017.
cite-note-bauernblatt-1111. ↑ Hans-JĂŒrgen Sturies: Waldbildung und Waldpflege auf der Insel Amrum. Wie haben die WĂ€lder „Christian“ und „Xaver“ ĂŒberstanden? (PDF) In: Bauernblatt. 5. April 2014, archiviert vom Original am 3. September 2017; abgerufen am 14. Juli 2017.
cite-note-1212. ↑ Klima Amrums bei klima.org; abgerufen am 22. August 2014.
cite-note-1313. ↑ Umweltatlas des Landes Schleswig-Holstein, Erhebungszeitraum 1961–1990. (PDF) S. 12, abgerufen am 22. August 2014.
cite-note-1414. ↑ Mittlere und extreme Eisparameter fĂŒr den Zeitraum 1961 bis 2000. Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), archiviert vom Original am 3. September 2017; abgerufen am 11. Juli 2017.
cite-note-1515. ↑ Informationen. (Memento vom 26. August 2014 im Internet Archive) In: muko.info, abgerufen am 22. August 2014.
cite-note-1616. ↑ Markus Kottek: Effektive Klimaklassifikation nach Wladimir Peter Köppen. (GIF, 143 kB) VeterinĂ€rmedizinische UniversitĂ€t Wien, 2006, abgerufen am 17. Januar 2009.
cite-note-172. Das Klima in Amrum. WetterKontor GmbH, abgerufen am 11. Juli 2017.
cite-note-183. Inselklima Amrum (Wassertemperaturen). Urlaubplanen.org, abgerufen am 11. Juli 2017.
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